Lena von it’s cowtime im Interview

Ein Projekt das sich rund ums Thema Kühe dreht? Ihr habt richtig gehört! Da wollten wir unbedingt etwas mehr drüber erfahren und haben kurzerhand die Gründerin von it’s cowtime Lena mit Fragen gelöchert.

Lena und Emma

Wie und wo lebst du, was machst du, wenn du nicht gerade an deinem Projekt arbeitest?

Ich lebe nun seit 2 Jahren wieder im schönen Oberfranken in Bayreuth – das Fichtelgebirge ist meine Heimat – und arbeite seit meinem Bachelor Abschluss im Februar 2016 als selbständige Grafikerin, Fotografin & Illustratorin. Ich fertige also auf Kundenwunsch verschiedenste Printmedien, Auftragszeichnungen oder Fotoarbeiten an.
it’s cowtime ist mein Herzprojekt, welches ich nebenbei zu meiner selbständigen grafischen, fotografischen & illustrativen Arbeit mache.

Drei Wörter die Dein Label beschreiben?

Kühe, Herzprojekt. Tierschutz

Was steckt hinter dem Namen deines Labels?

it’s cowtime ist Programm. Abgeleitet von it’s showtime habe ich 2012 die erste kleine Stickerkuh entworfen, um sie in meinem damaligen Wohnort Berlin zu verteilen. In dem Projekt geht es darum einen Spot auf die Tiere zu richten, die alltäglich in aller Munde sind, ob nun als Milch, Käse, Steak oder Sprichwort. Jedoch vergessen wir heutzutage oft allzu gerne, woher diese tierischen Produkte kommen und wie sie produziert werden.

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Was hat dich dazu gebracht it’s cowtime zu starten?

Meine Liebe zu Rindern begleitet mich schon seit ich 12 Jahre alt bin. Ob in der Schule, Ausbildung oder im Studium, ich war am Ende immer „die mit den Kühen“. 2012 habe ich it’s cowtime gestartet, mit dem einfachen Hintergedanken: ich wollte mir ein Stückchen Heimat – natürlich Rinder – mit nach Berlin nehmen und sie dort verteilen. Es waren einfach zu wenig Kühe in der Stadt. Als ich kurz drauf „Tiere essen“ von Jonathan Safran gelesen habe, verging mir das Rinderessen ganz schnell und das Projekt bekam einen tieferen Sinn. Der kleine Sticker wurde zu meiner Kommunikationsbrücke, um mit meinen Mitmenschen über unser heutiges Konsum- & Essverhalten zu reden und einen Denkanstoß zu geben. In meinem Design Studium an der FH Bielefeld kam mir dann die Idee, dass ich Hof Butenland – ein Kuhaltersheim, auf dem die Tiere frei und selbstbestimmt leben dürfen – gerne unterstützen möchte. So entstand der erste it’s cowtime Kalender und ich begann Rinder zu illustrieren.

Was ist dein persönliches Lieblingsprodukt aus deiner eigenen Kollektion?

Puuuh, gute Frage! So gesehen kann ich mich sehr schwer entscheiden. Nachdem ich aber mit dem it’s cowtime Kalender nun 10 verschiedene vegane Lebenshöfe unterstütze, ist es wohl der it’s cowtime Kalender. Jedoch liebe ich auch alle Rinderportraits sehr, aus dem ganz einfachen Grund, dass ich zu jedem Rinderportrait auch die Geschichte des jeweiligen Rindes erzähle, und diese sind immer sehr bewegend und berührend! Bei jedem Portrait setze ich mich ganz intensiv mit diesem Tier auseinander und am Ende fühle ich mich ihm immer ein Stückchen näher.

 

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Der Arbeitsplatz von Lena: mal am Schreibtisch, mal in der freien Natur 🙂

 

Hast du einen Traum/Idee, die Du gerne mit Deinem Projekt umsetzen würdest?

Ja! Seit Jahren nun schwebt mir schon ein Malbuch vor. Die Geschichte dazu ist schon geschrieben, aber jetzt habe ich erst noch die Rinderrassen-Aausmal-Portraits gemacht. Aber als Buchform für Kinder wäre ein Malbuch noch ganz wundervoll. Dazu kommt noch eine Sammlung mit all den Schwarz-weiß-Zeichnungen & Geschichten der Tiere von Hof Butenland in Buchform. Dies soll so ein richtig tolles, schönes, hochwertiges Buch werden. Für beides fehlen mir aber leider gerade die Zeit und das nötige Kleingeld.
Mein Traum hinter all dem Tun ist natürlich, dass Tiere auf der Augenhöhe von uns Menschen wahrgenommen und entsprechend behandelt werden.

Kennenlernen könnt ihr Lena und ihre kuhlen Produkte am 12. Mai in Bayreuth.

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